Allgemeines

Von den Völkern Aarlon´s werden die ältesten Bewohner nur "das Schöne Volk" genannt und man begegnet ihnen mit großer Ehrfurcht. Und fürwahr, Fremde, es gibt wirklich kein schöneres Lebewesen auf Aarlon als einen Elben.

Die Elben sind etwas kleiner als Menschen und auch im Aussehen unterscheiden sie sich sehr von ihnen. Sie sind von eher zierlichem Wuchs und sehr feingliedrig. Ihre helle Haut gleicht feinstem Porzellan und ist fast durchscheinend, während sich in ihren Augen die Weisheit vieler Jahrhunderte widerspiegelt. Ihr edles Gesicht wird von weißen oder sehr hellen Haaren umrahmt, daß mit der Sonne oder dem Mond um die Wette glänzt.

Niemand weiß genau, wie alt ein Elb werden kann, doch zählen die meisten Elben schon einige hundert Jahre. Ihre zierlichen Körper umschmeicheln helle weichfließende Stoffe, was sie noch zerbrechlicher erscheinen läßt. Jäger hingegen bevorzugen erdgebundene Farben, die sie mit den Wäldern verschmelzen lassen.



Überhaupt sind Elben Meister der Anpassung und wenn sie nicht gesehen werden wollen, werdet Ihr auch keinen Elben zu Gesicht bekommen, Fremde. Sie sind anmutige und sanfte Wesen, doch sollte man die Kraft eines Elben nicht unterschätzen, denn in den zierlich aussehenden Körpern sitzt eine enorme Kraft. Und so friedliebend wie sie auch sind: jeder Elb hat gelernt sich zu verteidigen. Im Kampf bevorzugen sie Schwert und Bogen, in denen sie wahre Meister sind. Elbenmagie ist gefürchtet und berühmt. Doch benutzen sie diese nur zum Heilen und wird nur im äußersten Notfall im Kampf verwendet.

Elben sind besonders geduldige Lebewesen, daß zeigt sich hauptsächlich im Umgang mit den ewig mürrischen Croon. Sonst halten sie sich aus den Problemen der anderen Völker Aarlons raus, denn was einem Elben auch zueigen ist, ist ein nicht gerade kleines Maß an Arroganz.



Ihre Heimat

Einst bewohnten sie den ganzen Planeten, doch im Laufe der Jahrhunderte wurden die Elben langsam verdrängt. Die Kriege und der Kampf gegen das Böse, daß damals schon präsent war und die Elben im Großen Krieg zu vernichten drohte, gehört aber zu einer anderen Geschichte, Fremde.

Von den meisten Menschen unbemerkt, leben die vier letzten noch bestehenden Elbenstämme weit verstreut über Aarlon. So leben die Sil'nat, ein Waldelbenvolk, auf dem Kontinent Jeizol im Schattenwald und von den dort lebenden Menschen gänzlich unbemerkt. Für sie sind die Elben nur Fabelwesen und Geschichten aus alten Märchen. Auf Verquen leben zwei Stämme: die Ar´xsan, auch ein Waldelbenvolk im Elbenwald Ya´lur (Stadt Ai'pan) und die Su'xian in den Hallstätter Wäldern, von deren Anwesenheit allerdings nur wenige der dort lebenden Menschen Kenntnis haben und auch die Elben ignorieren die anderen Völker.

Der wichtigste Elbenstamm Aarlons, die Dat'nar, die Hochelben, leben auf Aramon. Hoch im Nordosten des Kontinents erstreckt sich soweit das Auge reicht ein tiefgrünes Meer, daß an die nördlichen Ausläufer der Mondberge und an Aghar grenzt - das größte Elbenland Xa´Liat. Hier leben die Dat'nar glücklich und zufrieden und wie fast alle Elben ohne sich um die Belange der restlichen Welt zu kümmern. Inmitten des gleichnamigen Elbenwaldes Xa'liats steht ein kleines Gebirge, daß sich weithin sichtbar über die Spitzen der Bäume hinwegsetzt, in dem die Elben ihre sagenumwobene Stadt Na'xall gebaut haben.

Xa´Liat unterscheidet sich nicht von anderen großen Wäldern Aarlons. Einzig eine friedliche Ruhe liegt ständig über dem Wald und ein Gefühl der Geborgenheit erfüllt jeden, der ihn mit reinem Herzen betritt. Bösen Lebewesen aber bereitet das Gute Schmerzen und so wird Euch an diesem Ort nie etwas Schlechtes widerfahren.

Die wenigen Straßen, die sich durch den Wald schlängeln, führen nicht einmal in die Nähe der Elbenstadt Na´xall, deren genauer Standort nur den Elben bekannt ist. Die wenigen Besucher werden von den Elben am Waldrand empfangen und obwohl ihnen keine Augen verbunden werden, können sie sich nicht an den Weg erinnern. Der Schutz des Waldes, munkelt man. Süß klingen die Elbenweisen mit den seltsamen Worten und man gibt sich der Schönheit des Waldes hin und nach einigen Stunden steht man staunend vor den Toren Na´xalls. Und enttäuscht, denn ihr hättet eine Stadt erwartet, deren Schönheit nicht in Worte zu fassen wäre. Doch Ihr steht vor steinernen Toren, einer steinernen Festungsmauer, die zwar unüberwindlich erscheint, doch nichts magisches an sich hat. Die ganze Elbenfestung wurde in den Felsen des kleinen Gebirges gebaut, das sich aus der Mitte des riesigen Waldes erhebt.

'Rein gar nichts Mystisches ist an diesem Ort', denkt Ihr. Doch das sanfte Lächeln der Elben seht Ihr nicht, als Ihr Eure Enttäuschung kaum noch verbergen könnt. Dann öffnen sich die Tore und Ihr geht hindurch....

Kaum habt Ihr die Tore passiert, bleibt Ihr mit offenem Mund stehen. Denn vor Euch zeigt sich nun eine Elbenstadt in einer Pracht, wie Ihr sie Euch nicht in Euren kühnsten Träumen hättet vorstellen können. Unendlich groß ist die Stadt und wunderschön. Türme und Erker zieren die Gebäude, die aus feinstem elfenbeinfarbenen Marmor gebaut sind und mit meisterhaften filigranen Reliefs versehen wurden. Fenster und Türen sind aus Bleikristall, und das durchscheinende Sonnenlicht läßt ein Prisma aus den schönsten Farben auf den Wänden und dem Boden erscheinen. Überall grünt und blüht es, denn Elben lieben die Natur. Wahrlich, Ihr wäret sprachlos, Fremde. Man kann die Herrlichkeit dieser Stadt nicht mit Worten fassen!


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